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Veröffentlicht von Petra

Umami - nein, das ist kein Fabelwesen. Es ist auch keine Fee aus dem Märchen und auch kein herkömmliches Fremdwort.
Umami hat auch nichts mit Laufen zu tun - oder vielleicht doch?

Bis vor wenigen Tagen kannte ich diesen Begriff auch noch nicht... Ich hörte ihn erstmalig in einer Sensorikschulung, an der ich in der letzen Woche teilnahm.
Vor uns standen verschieden eingefärbte und mit Geschmackszutaten versehene Wassergläser, die wir kosten und identifizeren sollten.
Kein Problem, denke ich und koste... salzig, süß, sauer und bitter - alles ganz easy... Es sind die 4 Grundgeschmacksrichtungen - das weiß wohl jedes Kind!
Aber weit gefehlt - es sind nicht mehr nur 4 Grundgeschmacksrichtungen. Es gibt neuerdings 5!
Die 5. heißt:  Umami.
Mir rutschte ein undiszipliniertes "was soll das denn sein" heraus und ich wurde von unserer Seminarleiterin, die gerade ihre Diplomarbeit zu diesem Thema schreibt, aufgeklärt, daß es sich hierbei um die Geschmacksrichtung des "Geschmacksverstärkers" handelt. Ich muß wohl einen ziemlich entsetzten Blick von mir gegeben haben... woraufhin ich  sogleich aufgeklärt wurde, daß davon aber nichts in den besagten Wasserproben sei, da man ja nicht wissen kann, ob jemand von uns allergisch darauf reagiere. Immerhin kommt es ja nicht nur gelegentlich, sondern relativ häufig nach dem Genuß des Geschmacksverstärkers Mononatriumglutamat zum sogenannten China - Restaurant - Symptom. Kopfschmerzen, Nackentaubheit und Übelkeit.
Ich höre die im Auftrag der Lebensmittelindustrie beschäftigten Wissenschaftler schon schreien: Glutamat ist nicht gefährlich, es kann bedenkenlos verzehrt werden... Hoch lebe die Welt der Tütensuppen und Fertigprodukte!

Naja - vielleicht ist es auch noch nicht 100%ig beweisen, daß dieser Stoff wirklich so gefährliche Auswirkungen im Gehirn hat, wo es wie ein Neurotransmitter wirkt. Vielleicht ist es auch noch nicht 100% bewiesen, das dieser geschmacksverstärkende Stoff mich verleitet, mehr zu essen, als mein Körper eigentlich benötigt. Vielleicht ist es ja auch noch nicht bewiesen, daß in vielen Fertigprodukten Bestandteile sind, die lediglich durch die Gechmacksverstärker genießbar gemacht wurden....
Beweise? Ich verzichte darauf. Mir reichen die vielen begründeten Verdachtsmomente, um auf Nahrungsmittel mit den geschmacksverstärkenden Zusatzstoffen zu verzichten. Ich muß es nicht an mir selbst beweisen, daß das Zeug krank macht.
Deutschland ist nicht nur zu dick, viele Menschen sind auch krank - krank durch ein hoffähig gemachtes , geschmacklich mit fragwürdigen Zusatzstoffen aufgepepptes Essen, das seinen Namen eigentlich nicht verdient. Ich finde es schade, daß Kinder oft die natürliche Süße einer Frucht nicht mehr als süß empfinden, sondern diesen Geschmack erst spüren, wenn es mit zusätzlichen Zucker versehen aus der Dose kommt.

Geschmacksverstärker und Zucker verändern und verderben unseren Geschmack. Wir würzen unser Essen mit Stoffen, die uns verleiten immer mehr und mehr zu essen - weil sie uns auch dann noch schmecken, wenn wir eigentlich satt sind. Omas Spruch:  "Wenn die Maus satt ist, ist das Mehl bitter" stimmt schon längst nicht mehr. Uns ist die Natürlichkeit des Essens abhanden gekommen. Das macht die Menschen krank und träge - Bewegungsarmut ist eine direkte Folge.
Im Gegensatz dazu gibt gesunde Ernährung mit vielen frischen natürlichen Zutaten Power und Energie. Der Körper muß sich nicht bewegen - nein: er will!
Die Katze beisst sich nicht mehr in den eigenen Schwanz: Man muß nicht Sport treiben, um abzunehmen, sondern man ernährt sich so, daß man Sport treiben will, weil der Körper wieder einen Bewegungsdrang verspürt, den viele zuletzt in ihrer Kindheit verspürt haben. Dann regelt sich das Körpergewicht von allein.
Dafür brauche ich keinen wissenschaftlichen "Beweis". Mit dieser Methode habe ich mehr als 20kg abgenommen und dieses Gewicht seit fast 10 Jahren gehalten. Ich habe diese Power verspürt, die mich zum Sport treiben veranlasst hat.
Ich esse täglich zum Frühstück eine Schüssel frisches Obst - ohne zusätzlichen  Zucker. Fertigprodukte, die Natriummonoglutamat enthalten, kommen bei mir nicht mehr auf den Tisch.
Ich fühl mich sauwohl und ich habe das gute Gefühl, daß es mir mein Körper mit langer Gesundheit danken wird.
Ich will ja schließlich noch lange laufen.
Die 5. Geschmacksrichtung interessiert mich nicht.  Mögen Wissenschaftler lang und ausgiebig forschen - ich streiche das Wort  "Umami" wieder aus meinem Wortschatz.  Ich brauche diese Geschmacksrichtung nicht und ich hoffe, daß noch sehr viele Menschen zu dieser Erkenntnis kommen.
In diesem Sinne: Passt auf, wie ihr euren Tisch deckt und allzeit

"guten Appetit"!

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Vita 07/19/2008 12:13

Du hast es auf den Punkt gebracht!
Gruß
Vita

équilibriste 07/14/2008 07:59

Super, Petra :-) Schöner Artikel!
Kennt du den blog (und/oder das Buch) von Horst:
http://www.leben-ohne-diaet.de/blog/ ?

lg, nicole