Sunday, 13. july 2008 7 13 /07 /Juli /2008 19:21
- Community: Laufen
veröffentlicht in: Training
Das Wochenende war sehr ereignisreich. Mein Lieblingsbruder Etzelmania hatte einen runden Geburtstag und da durfte ich natürlich nicht fehlen. Das bedeutete für mich aber auch, mehr als 1000km an diesem Wochenende  durch Deutschland zu fahren, um dabei sein zu können.
Tja - und dann gabs ja noch meinen Trainingsplan. 90min am Samstag sollten es werden. Meine einzigste Chance bestand tatsächlich darin, 05.00Uhr aufzustehen und loszulaufen.
Naja - werdet ihr sagen: Sonst steht sie ja  4.00Uhr zum Laufen  auf - wo ist das Problem?
Ja - es gab da ein Problem: Es war Samstag, an dem ich mich normalerweise von nichts abhalten lasse, um wenigstens einigermaßen auszuschlafen. Da wir ja noch weit fahren mußten, war die Nacht ohnehin schon kürzer als sonst. Aber vorher noch laufen?
Es war meine einzigste Chance an diesem Tag, meinen Trainingsplan zu erüllen. Ich schwankte zwischen Disziplin und Unlust, entschloss mich aber letztendlich doch, den Wecker auf 5.15Uhr zu stellen.
Ich schlief ziemlich schlecht und wachte totmüde auf. Mein innerer Schweinehund lag mit vollem Gewicht auf mir und flüsterte mir immer wieder ein: "Es ist Samstag, dreh Dich nochmal rum" oder "Du kannst noch fast 2 Stunden schlafen" usw. usf.  Fast war ich schon geneigt, ihm nachzugeben....
Nach hartem und zähen Ringen mit mir selbst und den Alpenmarathon vor Augen, entschloss ich mich dann doch, aufzustehen und loszulaufen.
Es war schon hell und das Licht der Sonne lugte schon ganz hinten am Horizont. Ich hatte mein IPod dabei und dröhnte mich mit meiner "Powermusik" zu. Das mache ich nicht oft, aber gestern hat es mir tatsächlich geholfen, meinen komatösen Schlafzustand so  langsam in einen Wach - Zustand zu versetzen.

Es dauerte eine ganze Weile, aber irgendwann war ich in meinem Lauftrott und ein erstes Lächeln zauberte sich auf meine Lippen. Ich begrüße ein paar Häschen am Wegesrand, die nichtmal richtig davonliefen und lauschte den Vögeln im Wald. Der IPod war längst aus, jetzt gab es nur noch Natur.
Ich lief eine der wenigen hügeligen Strecken, die ich von zu Hause aus laufen kann. Selbst am größten Hügel (ich weigere mich immer noch Berg zu schreiben) blieb mein Puls im Trainingsbereich. Dort hatte ich früher immer ganz schön nach Luft gejapst.
Überhaupt habe ich festgestellt, daß mein Puls am Morgen immer relativ niedrig ist, so das ich morgens im gleichen Pulsbereich schneller trainieren kann als abends. Da ist der Morgenlauf vielleicht gar nicht so schlecht?
Als ich meine Runde beendet hatte, waren 95 min vergangen. Es ging mir gut und die Vorfreude auf die Fahrt und die Feier stieg.
Mein Lauf war ein wunderschöner Einstieg in dieses Wochenende. Ich bin froh, daß ich  mich nicht gedrückt habe.
von Petra
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