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Veröffentlicht von Petra

Es will und will kein Frühling werden! Ich erbiete  jedem meine Ehrfurcht, der gut durch  diesen langen Winter täglich laufend gekommen ist, keine Ausrede gelten lies und sich täglich aufs Neue den oft extremen Bedingungen gestellt hat.
Auch für mich hielt dieser lange Winter viele neue Herausforderungen bereit und lies mich viele neue Erfahrungen sammeln. Die Wichtigste Erfahrung dieses Winters aber ist: Es kann kein Wetter so schlecht sein, als daß man nicht herausgehen kann, heraus in die Natur und laufen gehen kann.

Auch mein heutiger Lauf war wieder einmal von Kälte dominiert - nasse Kälte und starkem Wind. Seit dem Marathon in Marburg bin ich ein wenig "windgeschädigt", zumindestens was diesen eiskalten Wind betrifft.
Wie fast immer in den letzten Wochen habe ich mich dick eingemummelt. Nur auf die Mütze habe ich verzichtet - das Buff-Tuch mußte reichen.

Ich ließ es für mich offen, wie weit ich heute laufen würde. Der Marathon ist erst 2 Wochen her und ich spüre, daß mein Körper noch etwas Regenerationszeit braucht. Schließlich will ich am 8. Mai fit sein und nicht schon vorher all mein Pulver verschießen.
Bereits kurz nach dem Start zu meinem heutigen Lauf bließ mir der Wind mit voller Wucht auf dem Feld entgegen. Noch war ich nicht warm und fröstelte ein wenig.  Ich lief etwas schneller, war aber trotzdem froh, als ich abbiegen konnte und der Wind nun von der Seite kam.

Ich lief bis zum nächsten Ort, durchquerte ihn und lief auf der anderen Seite zur Nidda. Von dort ging es wieder nach Hause. Schon von weitem sah ich einen rot-weißen-Balken. Ich ahnte schon, was der bedeutet. Und richtig: Bis hierher und nicht weiter! Der Weg entlang der Nidda wurde erneuert. Aber was ich da sah, hat mich bald umgehauen. Eine ca 30cm hohe Bitumenschicht erhob sich auf dem Niddaweg. Wieder wurde  ein Stück Natur  zugepflastert! Wieder sind 3km  Niddawanderweg  der hiesigen Bauwut zum Opfer gefallen.
Hier bin ich so gern langgelaufen und es hat mich auch nicht gestört, der einen oder andern Pfütze ausweichen zu müssen. Das muß ich nun wohl nicht mehr....

Für heute mußte ich mir nun aber einen anderen Weg suchen, wieder mal auf Pfadfinderwege gehen. Ich lief durchs Dorf und begab mich auf die Suche nach dem Weg in Richtung Wald. Nach einigen Irrungen und Wirrungen, nach einigen Sackgassen fand ich den Weg aus dem Ort - und es schien sogar der Richtige zu sein. Der Weg war hügelig und sehr schön zu laufen. Vor mir lag ein alter, klassischer  Gutshof, der offensichtlich noch bewirtschaftet wurde. Als ich näher kam konnte ich lesen, daß es sich um den  " Nonnenhof", der sich in hessischer Stsatshoheit befindet, handelte. Ich habe diesen Hof noch nie gesehen und wußte bisher nicht, daß ganz in unserer Nähe ein solch schöner Gutshof exisitert.
Es ist doch interessant, daß ich bei meinen Läufen immer wieder was Neues entdecke.

Ich lief weiter, bis ich auf einen mir bekannten Weg stieß - genau gesagt auf meine Lieblings-Sommer-Runde. Jetzt hatte ich eigentlich die Möglichkeit, direkt nach hajuse zu laufen. Aber dazu hatte ich noch keine Lust - auch wenn mir gerade der Magen knurrte und sich auch ein Durstgefühl meldete. Ich lief weiter bis zum nächsten Ort und von dort wieder in den Wald, der immer noch nicht Grünes zeigte.  Links und rechts waren die Auswirkungen vom Sturmtief Xynthia zu sehen. Viele umgeknickte Bäume säumten den Weg - bereits aufgearbeitet und zersägt. Von ihnen ging keine Gefahr mehr aus.  Es  zeigte mir aber wieder mal deutlich, welche Kraft ein solcher Sturm entwickeln kann und die Gafahr nicht unterschätzt werden darf.

Mittlerweile wurden meine Beine ziemlich schwer - der Marathon in Marburg steckte doch noch ein wenig in meinen Knochen. Ich begab mich auf den Heimweg und mußte noch einmal gegen den kalten Wind kämpfen.

Nach 20,5km war ich wieder zu Hause. Für "nur" 20km war ich ganz schön fertig. Vielleicht sollte ich mir doch ab und zu mal etwas mehr Raum zur Regneration gönnen.

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Petra 03/17/2010 20:33


Schön, daß du wieder da bist, lieber Marcus!Ich muß ehrlich zugeben, daß ich in den letzten Tagen ziemlich frustriert war. Ich bin so süchtig nach der Sonne, der Wärme, nach dem Frühling...
Aber nun ist es wirklich so weit. Heute abend war es immer noch ein bischen hell, als ich meinen Lauf beendet habe. In 2 Wochen haben wir Sommerzeit - dann ist es auch abends hell - hach, ich freu
mich soooooooooo...
Viele liebe Grüße
Petra


Täglichläufer 03/17/2010 09:15


Ach, der Frühling ist doch längst angekommen! Und wenn er hin und wieder mit etwas Wind begleitet wird, so ist das doch eine belebende Angelegenheit im Genuß des täglichen Laufens! Dennoch wünsche
ich Dir Sonne und hoffe, daß Du die Frühlingswelt mit einem Lächeln begrüßen kannst und wirst! :) Alles Gute, Marcus


Petra 03/14/2010 21:04


Hallo lieber Marcel,

104km in einer Woche sind für mich vollkommen unvorstellbar... Aber ich bin da ja auch kein Maßstab... Ich habe ziemlich spät mit dem Laufen begonnen und bin ja auch schon übr 50 - sprich die
Regenerationszeit ist vielleicht etwas länger als bei 30ig jährigen, die schon 10 Jahre laufen....
Ich komme eben immer wieder darauf zurück,  auf den eigenen Körper zu hören. Der weiß es besser als jeder Trainignsplan.

Regeneration heißt aber nicht, gar nicht zu laufen. Kurze Läufe vor oder nach einem Marathon können die Regeneration sogar beschleunigen bzw. unterstützen. Ich denke - täglich laufen und Marathon
muß sich nicht widersprechen.

Viele liebe Grüße
Petra


Marcel 03/14/2010 20:36


Hallo Petra,  wieder mal ein schöner Bericht von dir. Der allerdings auch deutlich macht das es wichtig ist sich ein wenig Ruhe zu gönnen wie du es mir ja auch geraten hast.
Ich bewundere es das du rotz oder gerade wegen deines Täglichlaufens dazu in der Lage bist einen Marathon zu laufen. Denn schon im Vorfeld fehlt dir ja die Regeneration die du benötigst um einen
Marathon "ordentlich" zu bestehen. Es ist bewundernswert wie viel der Menschliche KÖrper in der Lage ist auszuhalten wenn mann ihn nur lange und beständig genug darauf vorbereitet.
Achte einfach auf dich und höre auf deinen Körper. Er weiß was für dich am besten ist wie du ja selbst gut genug weißt ;-)
Auch bei uns ist es nun sehr ungemütlich und ich bin echt mal gespannt wie es  sich die nächsten Tage fügen wird wenn ich dann ab morgen 104 km die Woche vor mir habe und morgen direkt mit 35
km anfangen werde.
Ich freue mich auf diese Steigerung und hoffe das ich sie gut überstehen werde.
Dir wünsche ich auch weiterhin viel Freude bei deinen Runden und halte uns immer schön auf dem "Laufenden" ;-)

Liebe Grüße, Marcel...


Petra 03/14/2010 19:22


Hallo Jörg,
schön mal wieder was von dir zu hören. Ja - ich bin gerade wirklich in einer Phase, in der ich überlege und mir die Frage stelle: Wieviel ist richtig?  Was is zuviel, was ist zu wenig?
Die Antwort werde ich am 8. Mai erhalten. Dann werde ich sehen, ob ich alles richtig gemacht habe - oder auch nicht.
Auch dir viele liebe Grüße
Petra