Friday, 27. june 2008
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19:21
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veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Die riesige Anspannung der letzten Wochen ist langsam gewichen. Auch der Endorphinspiegel ist wieder im "normalen" Bereich.... Es hat schon einige Tage gedauert, bis ich wieder
"runtergekommen" bin und in der Normalität ankam.
Jetzt heißt es wieder: Laufen, Trainieren, Laufen, Dehnen, Gymnastik, Laufen......
Noch 2 Monate - dann geht es in die Schweiz zum Alpenmarathon. Die Zeit der langen Läufe beginnt wieder.
Heute allerdings stand ein ruhiger 90min Dauerlauf auf meinem Plan. Zu einer sehr angenehmen morgendlichen Uhrzeit (9.00 Uhr) konnte ich starten.
Ich habe heute frei und konnte das erste Mal seit langer Zeit wieder ausschlafen. Deshalb ging es ausgeruht und voller Tatendrang auf meine Lieblingslaufstrecke, die ich schon eine ganze Weile
nicht mehr gelaufen bin. Entlang der Nidda, in den Wald bis zu Maria Sternbach. Kurz hinter der kleinen Kirche im Wald lief ich direkt auf eine riesige Baumwurzel zu. Dieser Baum mußte wohl
einem der letzten Stürme zum Opfer gefallen sein. Es gab kein Vorbeikommen, so daß ich mir einen anderen Weg nach Hause suchen mußte und aus den geplanten 90min eben 110min wurden.
Die ersten Schritte fielen mir, wie fast immer, ziemlich schwer und ich kam mir - um mit Eke zu sprechen - vor wie "Benjamin Blümchen, der schwerfällig durch die Prärie stapft".
Es dauerte auch eine ganze Weile, bis dieses Gefühl nachlies und ich mich ganz dem Lauf und der Natur hingeben konnte. Immer wieder durchlebte ich auch heute noch die einzelnen Etappen des
Staffellaufes. Diese Faszination wird mich wohl noch eine ganze Weile begleiten.
Dann dachte ich über das Zitat von Ernst von Aaken auf
Ramonas Blog nach. Jeden Tag 1 Stunde Urlaub machen.... Laufen als Urlaub sehen... Dieser Gedanke gefällt mir sehr. Laufen ist für mich
Entspannung pur, es ist wirklich wie ein kleiner Urlaub, wenn ich durch Wald und Feld laufe. Der Körper braucht diese "Erholung".
Mittlerweile habe ich überhaupt kein Problem mehr, den geplanten Pulsbereich einzuhalten. Es läuft fast zu gut.. Ein kleines Zwicken im Knie ist schnell wieder weg. Ich hoffe, daß ich noch lange
von Verletzungen verschont werde, daß es
mich nicht trifft.
Ohne Laufen wär mein Leben ärmer.