Sonntag, 25. mai 2008
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17:26
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veröffentlicht in: Training
Lieber Martin,
falls Du das jetzt liest: Ich habe mich daran gehalten und bin eine Woche nicht gelaufen! Ich weiß, daß Du eine solche Regenerationsphase für wichtig und richtig hälst und hast damit sicher
auch recht. Aber heute - 8 Tage nach meinem Marathon und nach meiner Erfahrung beim Radfahren (nee- das ist wirklich nix für mich) hat`s mir heute so in den Beinen gejuckt, daß ich einfach
loslaufen mußte....
Allerdings bin ich ganz langsam, in meinem Wohlfühlbereich gelaufen. Und ich habe - das muß ich ganz ehrlich zugeben - gemerkt, daß mein Körper den Marathon noch nicht zu 100% "verdaut" hat.
Igendwie fehlte die Lockerheit, die sich sonst nach einer Weile laufen immer einstellt...
Meine Gedanken wanderten zu den Supermarathonis, die nach den 73km vom Rennsteig jetzt schon wieder mitten im Training für die 100km in Biel stehen und auch zu den Streakrunnern, die täglich laufen
- auch an einem Tag nach einem 73km Lauf. Ich bewundere diese Läufer. Oft ertappe ich mich bei dem Gedanken, sowas auch zu versuchen. Aber mein Körper sagt mir: Marathon laufen ist genug, diese
Belastung reicht mir, ich brauche etwas länger zu Regeneration!
Ich habe mir immer geschworen, auf meinen Körper zu hören. Vielleicht gibt er mir ja irgendwann einmal das Signal, einen Ultra in Angriff zu nehmen. Aber bis dahin werde ich mir und meiner Linie
treu bleiben: Ich will solange es in meinem Leben geht, gesund bleiben und laufen können. Diesem Ziel ordne ich alles unter. Und ich merke: falscher Ehrgeiz ist ein schlechter Berater. Ich gebe zu,
daß ich mich schon einige Male fast meinem Ehrgeiz geopfert habe.
Holgers Bericht hat bei mir nicht nur Gänsehaut erzeugt, er hat mich
auch zum Nachdenken gebracht.
Deshalb möchte ich hier an dieser Stelle Dir, lieber Martin, für die Trainingspläne, die Du mir erstellt hast, ganz herzlich danken. Du weißt, was ich kann und weißt aber auch, was ich nicht kann.
Deine Trainigspläne haben mich immer zum Ziel gebracht und mich nicht überfordert.
Ich bin froh, daß ich mich daran gehalten habe und in der Marathonvorbereitung nicht noch mehr gemacht habe. Mein Rücken und meine Gelenke danken es mir.
Ich werde meinem Körper noch ein paar Tage Regeneration gönnen, bevor ich ins Training für den Alpenmarathon einsteige.
Viele Grüße
Petra
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