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Veröffentlicht von Petra

Der Muskelkater ist vorbei, der Körper erholt sich langsam von den Strapazen und ich beginne, mich so ganz langsam auf mein nächstes Ziel einzustimmen - den Alpenmarathon von  Anzere nach Leukerbad im Schweizer Kanton Wallis mit einer Höhendifferenz von 1500m aufsteigend und 1650 Höhenmetern absteigend. Ich habe 14 Wochen Zeit, mich auf meine nächste Herausforderung vorzubereiten, die noch härter als der Rennsteiglauf sein wird. Am liebsten würde ich gleich wieder loslaufen, aber ich halte mich diszipliniert an die Hinweise von Martin, der meinen Trainingsplan auch für den nächsten Marathon erstellt.
Eine Woche Ruhe hat er mir verordnet - d.h. eine Woche nicht laufen, was mir ganz schön schwer fällt. "Mut zur Formlosigkeit" hat das Boris in seinem Vortrag wenige Wochen vorm Start zum Rennsteiglauf genannt. Naja .- so ganz will ich ja meine Form eigentlich nicht verlieren... Aber ich vertraue Martin und halte mich an seine Hinweise. Allerdings bedeutet "nicht laufen" ja nicht, daß ich überhaupt keinen Sport machen darf....
Deshalb habe ich heute das Rennrad meines Mannes aus dem Keller geholt und bin einfach mal losgeradelt... Nein - ich bin nicht einfach nur geradelt, ich habe schon versucht, ein ordentliches Tempo anzuschlagen. Das Ziel war das 22km entfernte Bad Vilbel, wo meine Hilfe bei der Beseitigung von Renovierungsspuren in der Wohnung meiner Tochter gefragt  war. Nach einigen Stunden war ich total geschlaucht - und der Rückweg stand noch an.
Trotzdem muß ich wohl ziemlich entgeistert geschaut haben, als mir meine Tochter vorschlug, mit der S-Bahn zu fahren. Das ging mir dann doch gegen meinen Ehrgeiz und ich schwang mich auf`s Rad. Allerdings merkte ich da schon, daß ich das Radfahren ja nun überhaupt nicht gewöhnt war. Ob ich morgen noch gerade auf dem Stuhl sitzen kann? Irgendwie hatte ich das Gefühl, daß der Sattel immer härter würde. Vielleicht hätte ich doch mit meinem eigenen Rad fahren sollen? Das ist vielleicht nicht so schnell, aber wesentlich bequemer!
Unterwegs traf ich viele Läufer. Seufz! Neid! Ich wäre auch am liebsten  vom Rad abgestiegen und mitgelaufen. Jedenfalls habe  ich gemerkt, daß Radfahren für mich keine wirkliche Alternative darstellt. Ich hoffe, daß ich noch viele Jahre laufen kann, daß ich von Verletzungen und Krankheiten verschont bleibe. Ich kann mir ein Leben ohne Laufen nicht  mehr vorstellen und will es auch gar nicht.
Der Marathon ist 6Tage her - die Schmerzen sind vergessen und ich freue mich auf den Nächsten!
Jetzt heißt es für mich, noch stärker als bisher ins Bergtraining einzusteigen und mitunter auch ein paar km mit dem Auto zufahren, bevor ich loslaufe. Trotzdem: Ich freue mich drauf!

Bald geht das Training weiter!

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Petra 05/24/2008 11:41

Hallo Ramona,
ich halte mich ja "freiwillig" dran. Ich möchte einfach vermeiden, daß ich zu viel mache, weil ich noch möglichst lange laufen will. Ich bin ja erst seit 3 Jahren Läuferin und ich wollte und will alles "behutsam" und ohne Verletzungen aufbauen. Und ich merke auch, daß die Regeneration nach einem Marathon bei mir vielleicht etwas länger dauert als bei den Sportlern, die schon jahrelang laufen. Aber ich merke auch, daß sich die Regenerationszeit von Marathon zu Marathon verkürzt.
Die schlimmste Horrorvision wäre aber für mich, überhaupt nicht mehr laufen zu können. Da ich ein ziemlich starkes Problem mit meinem Rücken habe, muß ich ein wenig vorsichtig sein.
Viele liebe Grüße
Petra

Ramona 05/24/2008 11:30

Nicht laufen - nicht vorstellbar für mich. Ein Glück, dass ich mich an keinen Trainingsplan halten muss. :)
Schönes Wochenende!