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Veröffentlicht von petra

Heute hatte ich eine kleine 50min Runde vom Nachbarort zurück nach Hause geplant. Der Weg führte mich mitten durch grünende Felder, der  gelbe Raps leuchtete kilometerweit. Es war wie immer ein Genuss, diese schöne Strecke im Wohlfühltempo zu laufen.
Da näherten sich von hinten Schritte und ich spürte, wie ein Läufer hinter mir ziemlich schnell aufschloss. Er grüße mich sehr freundlich und lief ein Stück mit mir.
Er ist behindert. Er erzählte mir, daß er monatelang im Koma lag. Das Sprechen fiel im sehr schwer und auch beim genaueren Hinsehen merkte man, daß das Koma seine körperlichen Spuren hinrterlassen hat. Aber dieser junge Mann hat sich mit dem Laufen ins Leben zurückgekämpft.
Ich war so beeindruckt, daß mich eine Gänsehaut überzog.
Was muß man für einen eisernen Willen haben, um so etwas zu schaffen!
Sein Lächeln sprach Bände: Er war glücklich,  zu leben und glücklich wieder laufen zu können.
Wir liefen noch ein Stück zusammen, bis er in seinem schnellen Tempo davonzog. Ich sehe jetzt noch seine orange Laufjacke vor mir. Ich weiß nicht wie er heißt, aber ich weiß:
Dieser Mensch hat meine allergrößte Hochachtung verdient! Ich wünsche ihm alles, alles Gute und das er noch sehr lang laufen kann.
Mir wurde wieder einmal bewußt, daß es nichts Wichtigeres gibt, als gesund zu sein.
Nichts ist wichtiger - keine Wochenkilometer, keine Splittings, keine Rekorde,....... nichts.
Und:
Laufen heißt Leben!
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Bergschnaufer 05/07/2008 07:29

Da kriegt man ja schon beim Lesen Gänsehaut. Hut ab vor diesem Läufer!