Monday, 28. april 2008 1 28 /04 /Apr. /2008 19:02
- Community: Sport
veröffentlicht in: Geh auf`s Ganze
Am Sonntag war es endlich soweit - der finaleTrainingslauf auf den letzten 32 km der Originalstrecke des Rennsteiglauf Marathons stand auf meinem Trainingsplan als Höhepunkt der Aktion "Geh auf`s Ganze" .

Die letzten 32km der Original Rennsteig- Marathonstrecke lagen vor uns und damit der Längste der gemeinsamen langen Läufe.
Einige von uns Läufern und Organisatoren trafen sich bereits am Vorabend zu einem gemütlichen Beisammensein, bei einem Läuferbier und bei den meisten bei einer Unmenge an "Wasser" im Rennsteiglaufhotel
Endspurt im zentralen Zielort Schmiedefeld. Welche Idee an diesem Abend für die Zukunft geboren wurde, könnt ihr hier lesen.

Bereits am frühen Morgen - nach einer doch relativ kurzen Nacht - standen am Schmiedefelder Sportplatz 2 große Busse, die die Läufer zum Start  nach Friedrichshöhe brachten.



















Nach einer kurzen Einweisung erfolgte die Vorstellung unserer Zug- und Bremsläufer, die sich mit ihren weit leuchtenden gelben T-Shirts präsentierten.
































Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen: Diese Zielzeit ist die geplante Zeit für den Marathon - nicht für die 32km! :)


Wie immer schloß ich mich der letzten Gruppe an, die in drei Wochen das Ziel hat, nach 5 Stunden und 30min ins Ziel zu kommen. Im letzten Jahr war mir das nicht gelungen, ich mußte am Burgberg abreißen lassen... Aber in diesem Jahr möchte ich das unbedingt schaffen und bis zum Schluß in der Gruppe bleiben.

Die ersten km  nach Friedrichshöhe gingen leicht bergab. Das kam mir sehr entgegen, da ich mich lieber locker einlaufe und Anstiege gleich nach dem Start nicht so sehr mag. So war ich also beim ersten großen Anstieg zur Turmbaude in Masserberg schon warm und  hatte keinerlei Probleme. Im Gegenteil, ich habe mich so super gefühlt! Und das erste Mal in meinem doch recht kurzen Läuferleben habe ich erfahren, warum der Zug- und Bremsläufer genau diesen Namen hat: Er zieht nicht nur bei Bedarf - nein, er bremst auch! :)
Unser "Pacemaker" Frank hat mich das erste Mal bremsen müssen! Ich fühlte mich so toll, daß ich am liebsten losgestürmt wäre!
Aber da erinnerte ich mich doch daran, daß ich ja 32 und nicht nur 10 oder 20km laufen wollte. Also blieb ich ganz diszipliniert in unserer Gruppe. Es hat mir riesigen Spass gemacht, mit Frank, Holger, Ruth und den anderen zu laufen und zu quatschen.

Es war für mich eine besondere Freude, Holger kennenzulernen, der es sichtlich genoss, mit uns langsam und genußvoll zulaufen. Hier seht ihr uns kurz vor der Verpflegungsstelle in Frauenwald. Den Krankenwagen haben wir natürlich nicht gebraucht, aber auch für medizinische Hilfe war gesorgt.
















  Kurz hinter dieser Verpflegungsstelle steht ein Stein mit der Aufschrift: 

"Nur noch lumpige 5km bis zum Ziel" :-)

Wenn man den sieht, kann man eigentlich nur noch lächeln und die letzten 5km fallen dann schon nicht mehr sooooooooo schwer. So vergingen die letztem km eigentlich wie im Flug.  Kurz vorm Einbiegen in die Reitallee zum finalen Schlußanstieg erwartete uns noch ein liebevoll gestaltetes Plakat, daß uns darauf hinwies, daß es nur noch 999m bis zum Ziel sind.

Nicht mal mehr 1 km!

Diese 999m hatten es allerdings in sich - immerhin mußten nochmal mehr als 80 Höhenmeter bewältigt werden. Aber wir haben es geschafft! Wir sind locker und lächelnd hochgelaufen und ich habe gemerkt, daß ich sogar noch hätte beschleunigen können.
Wir kamen ins Ziel - ein bischen geschafft zwar, aber rundum glücklich und zufrieden. Wäre heute bereits der Marathontag gewesen, da hätte ich ihn wohl ohne Probleme geschafft. Jetzt kann ich nur hoffen, daß ich mich auch in 3 Wochen noch so gut fühle.

Damit das auch klappt, hat uns Boris aus sportwissenschaftlicher Sicht in einem kleinen abschließenden Vortrag noch viele Tipps für das Verhalten in den letzten Wochen bzw. Tagen vor unserem Marathon gegeben.
















Für mich beginnt jetzt die wohl die schlimmste Phase überhaupt- es beginnt wieder die Angst, daß vielleicht doch noch kurz vorm Start irgendetwas passiert - und wenn es eine Erkältung ist.
Aber ich hoffe, daß alles klar geht. Morgen bekomme ich meinen Trainingsplan für die letzten 3 Wochen.

Ach - ich kanns kaum noch erwarten!


 Herzlichen Dank an den Rennsteiglaufverein, an das Team vom Laufladen Erfurt/Jena, an die mitwirkenden Vereine , an alle, die an der Strecke für die Versorgung der Läufer gesorgt haben, an Sina, die uns massiert hat, an Sieghard für die Gastfreundschaft im Rennsteiglaufhotel Endspurt und an Boris für diesen interessanten Vortrag.



von petra
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