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Veröffentlicht von petra

Die 3 Burgen stecken mir ganz schön in den Knochen. Nein, der Muskelkater ist es diesmal nicht, der mir so zu schaffen macht. Natürlich ist er ein wenig zu spüren, aber immerhin nicht so schlimm, daß ich zu dem Hilfsmittel "Rolltreppe" am Hauptbahnhof greifen muß - weder nach oben, noch nach unten... :)
Nein, mir machen ein paar Sehnen und Muskeln im rechten Unterschenkel bzw. im Fuß zu schaffen. Der ungewohnte, schwierige Boden und insbes. das Laufen auf den teilweise schiefen Wegen und am Hang entlang hat meinen Füßen ganz schön zugesetzt.
Glücklicherweise merke ich beim Laufen davon nicht so viel. Ich habe die Schuhe gewechselt und  laufe bewußt heute einen glatten Weg, ohne Steine, ohne Matsch und ohne "Ausweichmanöver" um diverse Pfützen. Es ist ja schließlich ein Regenerationslauf, da muß es nicht gleich volles Tempo weitergehen. Trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich schneller werde. Das Piepsen meiner Pulsuhr bingt mich aber wieder zurück in die "Realität"
Irgendwie ist so ein Marathontraining schon ganz schön heftig. Jedes Wochenende ein langer Lauf, bei dem man zwar nicht bis an seine Grenzen geht, aber manchmal doch ziemlich nahe ran.
Das alles nur für den einen Moment: den Moment, in dem man ins Ziel kommt? Irgendwo hab ich mal gelesen, daß es hilft, sich mental immer wieder dieses schöne Ziel vor Augen zu  führen, damit man die Schmerzen und Strapazen immer mit einem positiven Gefühl verbindet. Ob da was dran ist?
Naja, glücklich bin ich meißtens schon, aber Schmerzen hab ich trotzdem... jedenfalls manchmal. Auf alle Fälle hilft es, sich immer  wieder aufzuraffen, sich selbst zu motivieren und zu kämpfen. Ich habe festgestellt, daß ich viel ausgeglichener bin seit ich laufe, ich lasse mich nicht mehr so einfach aus der Ruhe bringen und sehe alles viel gelassener. Ich geniesse mein Leben ganz anders, spüre ein neues Körpergefühl.
Ich glaube, daß ist der eigentliche Grund, warum ich Marathon laufe.

 Ich glaube, Emil Zatopek (1922-2000) hat recht:

"Wenn Du laufen willst, lauf eine Meile. Wenn Du eine andere Welt kennenlernen willst, lauf einen Marathon."

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Petra 04/18/2008 22:40

Hallo Ramona,
ich finde Deine Idee gut, eine Laufgruppe zu gründen. Wir haben das bei uns auch sehr spontan gemacht und fahren seitdem oft gemeinsam zu diversen Lauf- bzw. Walkingveranstaltungen. Dabei haben wir sehr, sehr unterschiedliche Voraussetzungen und Leistungsvermögen, trotzdem klappt das sehr gut. Und wir brauchen keinen Lauftrainer, ich glaube, es geht auch ohne. Zumindestens dann, wenn man keine "Leistungsstreben" nach Spitzenzeiten hat. Du mußt einfach nur ein paar Leute um Dich rumscharen, die auch gern laufen. Dann: Lauft einfach los!
Liebe Grüße
Petra

Ramona 04/18/2008 14:58

Bei uns gibt es nicht viele Läufer. Aber ich überlege, über meine Gemeinde eine Laufgruppe zu gründen. Ich weiß nur nicht, wie man so etwas am günstigsten anfängt. Ich bin auch kein Lauftrainer. Vielleicht hast Du einen Tipp?

Petra 04/17/2008 20:45

Hallo Ramona,
das habe ich allerdings noch nicht erlebt, daß ich richtig belächelt werde, jeden falls nicht abwertend, eher anerkennend. Viele können mich zwar nicht verstehen, aber sie akzeptieren, was ich tue.
Mittlerweile sind wir wieder dabei, unsere Firmenmannschafft für den Chase Challenge Lauf zu formieren - an diese 5,6km trauen sich doch auch einige ran - leider beschränkt sich das Laufen bei vielen auf 1x pro Jahr!

Ramona 04/17/2008 14:05

Finde ich auch, lieber verrückt als langweilig!
So richtig pummelig war ich nie, trotzdem gibt es Leute, die einen irgenwie komisch anschauen und abwertende Bemerkungen machen, weil ich laufe. Aber das stört mich nicht. Nur wenn man mich am Laufen hindern will, dann werde ich schon mal grantig. :)

Petra 04/16/2008 18:28

Hi Ramona,
ich glaube auch, daß sich meine permanent gute Laune auch auf mein Umfeld auswirkt....:) So richtig belächelt hat mich eigentlich keiner, auch nicht als ich mit dem Laufen begonnen habe. Vielleicht hängt das damit zusammen, daß mich meine Kollegen erst kennengelernt haben, als ich meine Pfunde schon runter hatte. Allerdings erklären mich die meisten meiner Kollegen nach wie vor für "verrückt". Aber besser verrückt als langweilig, oder?
Liebe Schildkröte,
wo ist das Läuferparadies? Ich will dahin!!!!!
Liebe Grüße
Petra