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Veröffentlicht von Petra

Die Schönheit Willemstadts
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Montag, 9. November

Unser Abenteuer beginnt. Wir sitzen im Flugzeug nach Amsterdam, unsrem Zwischenziel für einen Tag. Kälte und Regen erwarten uns, genau richtig für den Besuch des Rijks Museums. Obwohl ich 2 Jahre in Amsterdam gearbeitet habe, habe ich es nicht geschafft, mir die Meisterwerke van Goghs anzuschauen. Umso beeindruckter war ich nun als ich vor den riesigen Gemälden stand. Und in freudiger Erwartung, was uns unser Urlaub auf der Insel Curacao bringen würde. Auf jeden Fall würde es aber nicht so kalt sein wie in Amsterdam…

Dienstag, 10. November

Eine kurze Nacht im Hotel und ein sehr langer Flug. Überraschenderweise mit Zwischenlandung in Sint Maarten und direkten Flug an der Insel Saba vorbei, auf er wir vor 2 Jahren einen wunderschönen Urlaub verbracht haben. Da wurden Erinnerungen wach…

Aber diesmal ging der Flug weiter – auf die Insel Curacao, von der wir bisher nur den gleichnamigen Likör kannten und von der wir lediglich wussten, dass sie zu den ehemaligen niederländischen Antillen gehört.

Umso neugieriger waren wir auf das, was uns erwarten würde. Damit wir etwas von Land und Leute mitkriegen, haben wir kein Ressort gebucht, sondern ein Appartement in einer kleinen Appartementanlage in Grote Berg – nahe der Hauptstadt Willemstadt.

Nach einem gefühlt ewiglangem Flug kamen wir totmüde an und mussten nochmal gefühlt ewig lange warten, bis wir an der Passkontrolle vorbei waren. Aber auch das haben wir dann irgendwann mal hinter uns gebracht und konnten in das Auto unseres Vermieters einsteigen, der uns abgeholt hat. Die ersten Blicke auf die Insel, auf unser ersehntes Urlaubsziel.

Aber noch war ich zu müde und kaputt, um die Schönheit der Insel zu erkennen. So war mein erster Eindruck: Naja… Hierfür sind wir fast 8000km geflogen? Ähnlich erging es mir bei der Ankunft im Appartement. Naja…

Aber in diesem Moment beschloss ich, mich auf dieses Abenteuer, diesen Urlaub einzulassen – und zwar auf alles, was uns erwarten würde. Ich war neugierig – und müde.

Plötzlich fiel mir siedend heiß ein, was ich vergessen hatte: Meinen Führerschein. Oje – das fing ja gut an. Ohne Führerschein bekommen wir keinen Mietwagen und ohne Mietwagen können wir die Insel nicht erkunden… Ich war ziemlich geschockt. Der Vermieter der Ferienwohnung telefonierte mit der Mietwagenfirma und managte uns trotzdem ein Auto. Wenn es mir gelingt, eine Kopie zu organisieren… Ich will jetzt nicht alles ausführlich schreiben, was ich unternommen habe – aber von 3 Möglichkeiten habe ich 2 Kopien erhalten... Ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Kirsten und Dirk sowie an Martin, die uns den Urlaub gerettet haben !

Mittwoch, 11. November

Frühes Erwachen. Gegen 2:00 kann ich nicht mehr schlafen. Es ist tiefste Nacht. Neben mir gibt mir Rainer zu erkennen, dass er auch nicht mehr schlafen kann. Wir sind putzmunter und beschließen, unseren Jetlag in unserem kleinen Garten „auszukurieren“. Wir sitzen unter Palmen auf unserer Terrasse. Es ist angenehm warm und der Wind weht. Wir quatschen über Gott und die Welt und beginnen das erste Urlaubsfeeling zu bekommen. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon geht die Sonne auf. Gegen halb 7 – jeden Tag. Sommer und Winter gibt es hier nicht. Nur Trocken – und Regenzeit. Jetzt ist Regenzeit – aber es sollte mehr als eine Woche dauern, bis der erste Regen fallen sollte.

Gleich nach Sonnenaufgang drehte ich meine erste Laufrunde durchs Dorf, die allerdings mit sehr gemischten Gefühlen endete: Hinter jedem Zaun kläfften mehrere Hunde jeden an, der sich nicht im Auto näherte. Das konnte ja heiter werden. Ich liebe ja Hunde über alles, aber ich kam mir vor, wie bei einem Spießrutenlauf. Auch wenn ich weiß, dass die Hunde (meistens) den Zaun nicht überwinden konnten, war mir doch ziemlich mulmig. Dieser erste Lauf beeinflusste mein Laufverhalten der nächsten 2 Wochen sehr stark und ich kann eigentlich an dieser Stelle schon sagen, dass Laufen in – zumindest in Grote Berg – keinen Spaß macht. Aber ich wäre keine Täglich Läuferin, wenn ich nicht auch das gemeistert hätte.

Nach einer erfrischenden Dusche tranken wir unseren ersten Kaffee auf der Terrasse und genossen das Frühstück. An die pappigen Brötchen konnten wir uns allerdings bis zum Ende des Urlaubs nicht gewöhnen. Aber deutsche Brötchen gibt es eben nicht überall auf der Welt. Überhaupt ist das Essen sehr amerikanisch geprägt – viel Chemie… Man muss schon aufpassen, was man kauft. Aber es gab auch viele tolle Früchte, die ich ja über alles liebe. Und natürlich tolle Restaurants – mit karibischen Gerichten und Gerichten aus aller Welt.

Den ersten Tag verbrachten wir (noch) ohne Auto und mussten feststellen, dass man auf dieser Insel ohne Auto erschossen ist. Wir versuchten, die Gegend zu erkunden. Aber Laufen an der viel befahrenen Hauptstraße macht keinen Spaß und sich ständig von gefühlt tausenden Hunden ankläffen zu lassen auch nicht. Also legten wir uns an den Pool und genossen den tropischen Garten, die Sonne, den Pool, die Atmosphäre und spürten, die in uns aufkommende Urlaubs- und Lebensfreude.

Donnerstag, 12. November

Heute wachen wir nicht um 2 sondern erst um 4 auf. Eigentlich immer noch zu früh, um auf zustehen. Wir machen es trotzdem und genießen den herrlichen Morgen.

Als es hell wird, bekommen wir unser Auto – sozusagen „frei Haus“ geliefert. Der Vermieter erkennt die Kopie an und so steht der Inselerkundung nun nichts mehr im Wege. Ein kleines Restrisiko bleibt. Aber dieses Risiko, ob die Polizei im Falle einer (sehr unwahrscheinlichen) Kontrolle die Kopie nicht anerkennt, gehen wir ein.

Wir unternehmen unsere erste Tour – in die Hauptstadt Willemstadt. Ohne Navi, nur mit einer viel zu ungenauen Karte ausgestattet. Aber egal – der Ortsteil Punda war ausgeschildert.

Rechter Hand liegt das Meer. Boah ey, ist die Karibik schön!

Um nach Punda zu kommen, müssen wir erst über die Königin Juliana Brücke. Diese Brücke stellt irgendwie alles in den Schatten, was ich bisher an Brücken gesehen habe, Ein Labyrinth von Straßen führt nach oben. Dann die Brücke selbst: Achterbahnartig geht es nach oben – und natürlich auch wieder nach unten. Ich traue mich nur langsam zu fahren – zuuu langsam für die Einheimischen, die - für mich - in Höllentempo nach unten fahren… Egal. Ich denke an den vergessenen Führerschein und daran, möglichst nicht aufzufallen…-

Wir fanden recht schnell den großen Parkplatz. Anfängerglück! Das ist mir erst wieder an unserem letzten Abend gelungen. Zwischendurch liegen gefühlt unendlich viele „Ich hab mich verfahren“ ....

Willemstadt. Es ist eine Stadt, die man lieben muss. Wunderschön – bei Tag und bei Nacht. Hier tobt das Leben, hier spürt man das karibische Flair. Die typischen bunten Häuser beindrucken uns. An jeder Ecke gibt es Schönes zu sehen und zu entdecken.

Besonders beeindruckend ist die Königin Emma Brücke. Wenn ein Schiff durch möchte, fährt sie einfach zur Seite… Es ertönt eine Sirene, die Flagge wird gehisst und schon sieht man viele Leute rennen, die noch drauf – oder runter möchten… Und es auch meist noch schaffen, sei

es auch mit einem großen Schritt – oder auch Sprung. Der Rest bleibt auf der Brücke und fährt – wie im Boot . zur Seite, wartet bis ein oder mehrere Schiffe durchgefahren sind und geht danach „von Bord“. Sollte es länger dauern, fährt dann auch noch eine Fähre. Aber irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass es die Leute wirklich eilig haben. Die Einheimischen scheinen Zeit und Ruhe zu haben und die Touristen sowieso. Es sind eine Menge Touristen unterwegs, was u.a. an dem Kreuzfahrtschiff liegt, dass im Hafen angelaufen ist und dessen Größe selbst das größte Hotels Willemstadts überragt. Um uns herum ist ein bunt gemixter Sprachen Wirr Warr – über englisch, spanisch, holländisch und Papiamentu wird hier alles gesprochen.

Als wir die Königin Emma Brücke überquert haben, kommen wir in den Stadtteil Ottrobrando mit seinen vielen bunten Häusern, die das Stadtbild Willemstadts ausmachen. Nach einigen Stunden Stadtbummel sind wir extrem pflastermüde und beschließen, uns nun ins Auto zusetzen und „heim“ zufahren, wo der Swimming Pool und die Liegestühle auf uns warten. Und natürlich viele Abenteúer, die ihr in den folgenden Artikeln lesen könnt...

Curacao wäre nicht komplett ohne die vielen wunderschöne Strände. Es gibt Ruhige, Einsame oder auch touristisch voll Erschlossene.

Wir bevorzugten meist die ruhigeren Strände und ließen es uns dort gut gehen. Besonders gefiel es uns am Lagoon Beach, dem Baaiboi Beach, dem Blauwbaai oder den Kalki Beach.

Aber auch der Jan Thiel Strand hat seinen Reiz - hier liesen wir uns mal richtig verwöhnen und genossen der Service an der "Strandliege".

Am Jeremi Strand erlebten wir einen wundervollen, romantischen Sonnenuntergang​.

Leider war die Zeit zu kurz, um alle Strände zu besuchen. Jeder war auf seine Art einzigartig.

Curacao – eine Insel mit vielen Gesichtern
Curacao – eine Insel mit vielen GesichternCuracao – eine Insel mit vielen Gesichtern
Curacao – eine Insel mit vielen GesichternCuracao – eine Insel mit vielen GesichternCuracao – eine Insel mit vielen Gesichtern
Curacao – eine Insel mit vielen GesichternCuracao – eine Insel mit vielen GesichternCuracao – eine Insel mit vielen Gesichtern

22. November 2015

Die Zeit vergeht wie im Flug. Unser letzter Tag, letzter Abend. Wir fahren noch einmal nach Willemstadt, wo wir unser letztes Dinner in einem Restaurant direkt am Meer genießen. Und natürlich noch einen tollen karibischen Drink.

Es heißt Abschied nehmen. Aber zuvor gehen wir noch einmal über die Königin Emma Brücke, die in den typisch karibisch bunten Farben leuchtet.

Noch einmal genießen wir das tolle Flair. Am Liebsten würden wir hier bleiben. Auf dieser Insel, die so schön ist und so viel zu bieten hat. Man sollte eben doch nicht dem ersten Eindruck vertrauen, jedenfalls nicht immer.

Curacao - wir kommen wieder!

Königin Emma Brücke in der NachtKönigin Emma Brücke in der Nacht

Königin Emma Brücke in der Nacht

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Beate 11/30/2015 09:15

Ihr hattet sicherlich einen wunderschönen Urlaub und habt es in vollen Zügen genossen. Es ist schön, dass Ihr das alles so erleben könnt. LG Beate

Petra 12/01/2015 22:09

Liebe Beate,
ich freue mich sehr, dass dir unser Reisebericht gefallen hat. Du hast recht; Es ist wirklich schön und ich bin sehr dankbar, dass wir dies alles erleben können.
Irgendwie habe ich immer ein bisschen Fernweh ;)
Viele liebe Grüße
Petra