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Veröffentlicht von Petra

Bisher kannten wir von Curacao lediglich den gleichnamigen blauen Likör, den wir als Jugendliche mit Orangensaft und Sekt gemischt und dann als „Grüne Wiese“ getrunken haben. Allerdings soll das Original doch um einiges besser schmecken… Was wir natürlich ausprobieren wollten.

Die Likörfabrik ist in einem Landhaus. Die Landhäuser mit ihrer einzigartigen Architektur haben auf Curacao eine lange Tradition und wurden ehemals als Zentrum der verschiedene Farmen gebaut und dienten als Wohnhaus der jeweiligen Eigentümer, um die herum die Hütten für die Sklaven gebaut wurden. Heute sind noch einige Dutzend Landhäuser erhalten und dienen verschiedenen Zwecken. So auch das Landhaus Cholobolo, in dem seit 1896 der Curacaolikör hergestellt wird - und das nicht nur in Blau, sondern in verschiedensten Geschmacksrichtungen und Farben.

Die Fahrt zum Landhaus erwies sich als abenteuerlich. Da, wo sich das Landhauszeichen auf der Karte befand, war aber kein Landhaus. Wir standen mitten in einem Wohngebiet und fuhren mehr oder weniger im Kreis. Nicht mal ein Schild war zu sehen… In unserer „Verzweiflung“ fragten wir einen Anwohner nach dem Weg, der sich bemühte, uns den Weg zu erklären. Aber irgendwie klappte das nicht so richtig, weil es auch sehr schwierig zu erklären war.

Da setzte es sich kurzerhand in sein Auto und hat uns hingefahren… Was für einte tolle Hilfe! Ohne ihn hätten wir wohl nie den Weg gefunden. Später ist uns – auf der Suche nach einer Tankstelle das Gleiche nochmal passiert. Statt uns den Weg zu erklären, wurden wir einfach hingebracht. Freundlichkeit, wie man sie im kalten Deutschland kaum erlebt…

Nun aber stand das Landhaus Cholobolo (www.curacaoliqueur.com )direkt vor uns und wir konnten uns mit der Historie der Likörproduktion beschäftigen und diesen auch gleich probieren. Es gibt mittlerweile 8 verschiedene Sorten, die einer wie der andere super lecker schmecken.

Da ich aber fahren musste, habe ich mich sehr zurückgehalten. Auch, wenn es auf Curacao keine Alkoholgrenze gibt. Wenn dort ein Auto in Schlangenlinie fährt, wird der Fahrer angehalten. Die Polizei zieht den Schlüssel ab und wirft ihn auf die Straße. Wenn der Fahrer in der Lage ist, ihn aufzuheben und wieder reinzustecken, dann darf er weiterfahren… Was ich anfänglich für einen Witz hielt, wurde uns aber später mehrfach bestätigt und ist wohl tatsächlich die Curacaoer Art der Alkoholkontrolle im Straßenverkehr…

Trotzdem gönnte ich mir an der Bar lediglich einen Smoothie – fand ich einfach besser so. Und wir kamen sicher wieder zurück in unser Appartement.

Curacao Blue und andere Farben der Karibik

Einige Tage später besuchten wir ein weiteres „Landhuiz“ – das Landhaus Kok, dass früher der Salzgewinnung diente und heute an die hiesige Künstlerin Nena Sanchez vermietet ist. die hier ihre Werke ausstellt.

Unterhalb des Landhauses Kok ist ein großer See, auf denen eine Vielzahl von Flamingos lebt. Was für ein toller Anblick, diese Tiere zu beobachten! Nur durch einen Zufall sind wir hier gelandet – aber es hat sich mehr als gelohnt!

Leider waren sie soweit entfernt, dass sie kaum auf den Bildern zu erkennen sind...

Curacao Blue und andere Farben der Karibik
Curacao Blue und andere Farben der Karibik
Curacao Blue und andere Farben der Karibik

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