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Veröffentlicht von Petra

Seit Ewigkeiten gab es keinen Laufbericht mehr von mir. Das lag nicht daran, dass ich keine Zeit hatte, einen zu schreiben, sondern daran, dass es keinen größeren Lauf für mich gab… Seit Wochen bzw. Monaten kämpfe ich mit Schmerzen beim Laufen, die letztendlich zu einem bitteren Ende in Rodgau geführt haben. Seitdem dümple ich so ein bisschen vor mich hin und kämpfe wenigstens darum, mein tägliches Laufen nicht aufgeben zu müssen. Seit Ende Dezember gehe ich nun zusätzlich regelmäßig ins Fitness Studio und trainiere all die Muskeln, die beim Laufen nicht so trainiert werden. So ist der Fokus ein wenig vom Laufen in Richtung Wirbelsäulengymnastik und Bauch Beine Po gerückt. So mache ich jetzt mindestens 2x pro Woche meine zusätzlichen Gymnastikeinheiten und habe vor 2 Wochen wieder mal zaghaft versucht, etwas länger zu laufen. Immerhin habe ich wieder mal 21km geschafft. Mein Ziel, den Mozart 100 zu laufen, liegt aber immer noch in weite Ferne… Aber immerhin habe ich gemerkt, dass mir die Gymnastik und das Laufen im bergigen Gelände viel besser tut als in der Ebene.

Die nächste Test-Möglichkeit für einen langen Lauf war der Wintersteinlauf über 30km. Eigentlich. ideal für mich. Ideal wegen der Höhenmeter und wegen des ständig wechselnden Laufuntergrundes. Und es war natürlich ein Test, ob die ich 30km noch innerhalb der Zielschlußzeit von 4 Stunden schaffe - und das ohne Schmerzen.. Trotzdem habe ich lange mit mir gehadert, ob ich den Versuch starten soll oder lieber mit Beate walken gehe. Deshalb hatte ich mich auch nicht vorangemeldet. Noch bevor Beate, Frank und Michael eintrafen, stand ich unschlüssig vor der Anmeldungsschlange, gab mir dann aber doch ein Ruck und füllte das Formular aus. Nun war die Entscheidung gefallen. Beate hätte sich zwar gefreut, mit mir schwatzend die 10km zu walken, aber sie hat das auch ohne mich in einer supertollen Zeit geschafft – oder wahrscheinlich gerade deshalb … Nun war auch Michael gut gelaunt eingetroffen und breitete sich auf den Start vor. Deshalb kam er auch zu spät zum Start-Foto.

Lauf um den Winterstein – 30km zu mir selbstLauf um den Winterstein – 30km zu mir selbst

Kurz darauf ging es auch schon los und ich startete meine Herausforderung. Ich beschloß, ein Tempo von 7min anzupeilen, mal sehen wie lange ich das durchhalten würde. Immerhin gab es einige Höhenmeter zu bewältigen. Die ersten KM gingen durch den Ort nach Ockstadt und von dort hinein in den Wald. Leider führen die ersten KM dort entlang der Autobahn, was ganz schön laut zu hören ist. Nach etwa 9km bogen wir aber ab und nun ging es steil bergan. Bis dahin lag ich in meiner geplanten Zeit. Zumindestens bis km 14. Ich war oben am Berg angekommen – aber trotzdem ging es weiter munter bergauf bergab. Meine Beine wurden etwas schwerer – aber der erwartete Schmerz blieb aus. Was habe ich mich da schon gefreut, dass ich den Start gewagt hatte. Ich lag zwar 3 Minuten zu meiner Wunschzeit zurück, hatte aber noch genügend Puffer bis zur Zielschlußzeit. Nun ging es endlich wieder den Berg runter. Ich hatte ich mal wieder das Gefühl hinabzufliegen. Natürlich merkte ich jetzt, dass mir einige Kilometer fehlten, aber trotzdem lief es immer noch gut. Von der letzten Verpflegungsstelle waren es nur noch 4km. Ich überlegte gar nicht und lief, was ich konnte. Kurz vorm Ziel überholte ich sogar noch einen Läufer, mit dem ich mir dann einen regelrechten Zielspurt lieferte. Es ist zwar irrelevant, aber ich habe mich trotzdem gefreut, ihn gewonnen zu haben. Auch mit der Zeit war ich mehr als zufrieden, immerhin hatte ich auf den letzten 4km wieder mehr als 1min herausgeholt, so dass ich nach 3h31min ins Ziel einlief. Leider war ich dann etwas zu schnell für Rainers Foto. Na, wenigstens bin ich noch am Rande des Bildes zu sehen…

Lauf um den Winterstein – 30km zu mir selbst

Ich habe mich riesig gefreut, dass Rainer pünktlich zum Zieleinlauf da war und auch Beate und Frank gleich um die Ecke bogen. Beate hat eine super Walkingzeit hingelegt und Frank ebenfalls bei den 30km. Auch Michael war im Ziel, war aber so durchgefroren, dass er gleich nach Hause gefahren ist. Klar war ich danach fix und fertig, was nicht nur an der Kälte lag. Aber ich weiß jetzt, dass ich auf dem richtigen Weg bin und mit meinem konsequenten Ausgleichs- und Kräftigungssport. Nun wage ich wieder vom Heidschnuckenlauf und dem Mozart 100 zu träumen…

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Marion 03/30/2015 02:17

Jawoll, jawoll, das ist toll! Liebe Petra, ich freue mich sehr für dich, dass der 30er für dich so gut lief! So soll es weiter gehen! Ich war übrigens 2 Wochen in Kuba und habe neben Radeln dort auch Täglichlaufen praktiziert, da musste ich oft an deine Costs Rica Erfahrungen denken

Petra 03/31/2015 22:37

Vielen Dank, liebe Marion! Die Gymnastik hilft, es geht aufwärts :)
Das kann ich mir vorstellen, dass es in Kuba ähnlich "lief". Das würde mich sehr interessieren, was du da so erlebt hast! ;) Vielleicht haben wir ja mal die Gelegenheit, bei einem Läufchen uns zu unterhalten. Bist du zufällig beim Weiltalmarathon!
Viele liebe Grüße
Petra

Laufmauselke 03/15/2015 21:28

Liebe Petra, das ist ja seit langem mal wieder ein sehr schöner, erfreulicher Laufbericht. Ich drücke Dir weiterhin die Daumen und freue mich auf mehr.
Liebe Grüße
Elke

Petra 03/16/2015 21:08

Vielen Dank, liebe Elke für Dein Daumendrücken! Das kann ich auch weiter gebrauchen. Aber wenigstens habe ich jetzt meinen Optimismus zurück.
Viele liebe Grüße
Petra